Denkmal- und Naturerbe-Register • Regierungsbezirk Oberbayern
Dienstsiegel BoFli Quelle

BOFLI QUELLE

Natur- & Kulturdenkmal • Voralpenland
🏛️ BAYERISCHES DENKMAL- & QUELLENREGISTER • FIS-94102 • AKTENZEICHEN: D-1-89-114-042
✓ Art. 1 BayDSchG • Schutzstufe I
47°51'15.1"N 12°35'20.8"E
742 m ü. NHN
Alpiner Quellgranit
Frühmittelalter (ca. 11. Jh.)

Naturdenkmal BoFli Quelle

» In Rotatio Veritas «

Die BoFli Quelle (Bovli Quelle) bezeichnet eine traditionsreiche hydro-geologische Quellfassung im bayerischen Voralpenraum. Seit dem Frühmittelalter als Ort besonderer Standruhe überliefert und im bayerischen Denkmalregister verzeichnet, verbindet die Stätte überlieferte alpine Quellkultur mit den physikalischen Gesetzen der vollendeten Gefäßbalance.

Katasterauszug FIS-94102
Objekt BoFli Quelle
Kategorie Natur- & Kulturdenkmal
Ursprung Überliefert (Frühmittelalter)
Kartierung Google Maps Georeferenz
Rechtsstatus Geschützt gem. BayDSchG
Dokumentation

Historischer Befund & Chronologie

Archivarische Erfassung der Quellstätte von frühmittelalterlichen Sakrallegenden über spätbarocke Pilgerrasten bis zum neuzeitlichen Rotationsereignis.

ca. 9. – 12. Jahrhundert (Frühmittelalter)
Der mutmaßliche Sakralort & die Legende der Standruhe
Frühe klösterliche Aufzeichnungen und mündliche Überlieferungen erwähnen einen abgelegenen Quellaustritt im Voralpenland. Lokale Eremiten und Wanderprediger vermuteten einen geheiligten Ort besonderer göttlicher Ordnung: Der Volksglaube besagte, dass Trinkgefäße und hölzerne Becher auf dem ebenen Quellstein selbst bei Bergunwettern von einer „unsichtbaren Kraft“ im Gleichgewicht gehalten würden.
14. – 18. Jahrhundert (Spätmittelalter & Barock)
Pilgerraststätte an der alten Voralpen-Route
Pilger und Fuhrleute auf den Saumpfaden des Chiemgaus und Inntals nutzten die Quelle als geschätzte Raststation. Reisende pflegten ihre Tonkrüge vor dem Weitermarsch auf den Quellstein zu stellen, um für Standfestigkeit und sicheren Tritt auf den alpinen Bergpfaden zu bitten. Der Ort wurde in Chroniken regional als „Fons Stabilitatis“ (Quelle des aufrechten Standes) erwähnt.
19. Jahrhundert – Frühjahr 2026
Naturwissenschaftliche Erforschung & Geologie
Mit dem Aufkommen der modernen Geologie und Mineralogie wandelte sich das Verständnis: Bayerische Naturforscher erkannten, dass die vermeintlich übernatürliche Standfestigkeit auf messbaren hydrostatischen und reibungsmechanischen Eigenschaften des kristallinen Granitsockels und der mineralischen Dichte des Wassers beruhte.
15. Mai 2026
Das neuzeitliche Rotationsereignis (Der Flaschenwurf)
Die jahrhundertealte Überlieferung des festen Standes fand ihren zeitgenössischen Höhepunkt: Am 15. Mai 2026 vollzogen Wanderer auf dem Quellsockel den 360-Grad-Rotationswurf mit einer 0,5L-Adelholzener-Alpenquell-Flasche. Die Flasche landete nach parabolischer Flugbahn exakt vertikal und unerschütterlich – ein meisterhafter Beweis der hydro-dynamischen Gesetze am historischen Ort.
2026 – Gegenwart
Kartografische Erfassung & Schutzstatus
Offizielle Georeferenzierung und weltweite Ausweisung als historische Sehenswürdigkeit auf Google Maps. Betreuung und denkmalfachliche Dokumentation durch das Kuratorium BoFli Quelle.
Rechtsvorschrift

Schutzbestimmungen & Besucherordnung

Auszug aus der amtlichen Verordnung zur Erhaltung der BoFli Quelle und des umgebenden Schutzbereiches.

BAYERISCHES DENKMALSCHUTZ- UND NATURERBE-VERZEICHNIS

Schutzverordnung für das Natur- und Kulturdenkmal BoFli Quelle

Fassung vom 15. Mai 2026 • Fundstelle: GVBl. Obb. Nr. 114/42
Aufgrund von Art. 1 und 12 des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes (BayDSchG) sowie der Verordnung zur Sicherung von Naturdenkmälern erlässt das Kuratorium BoFli Quelle nachstehende Schutzanordnung für den Quellbezirk:
§ 1 Geltungsbereich und Schutz der Quellumgebung
(1) Der Schutzbereich umfasst das gesamte Quellplateau sowie die umgebende Hangzone. Das Betreten abseits der ausgewiesenen Saumpfade ist zum Schutz der alpinen Bodenflora untersagt.
(2) Im gesamten Schutzbereich gilt das Gebot der Ruhe. Lärmbelästigungen sowie das Abspielen von Tonträgern sind untersagt, um den Charakter der Stätte zu wahren.
§ 2 Integrität und Erhaltung des historischen Quellsteins
(1) Der geschliffene Granitquellstein (Quellaltar) ist als materielles Kulturdenkmal in seiner Substanz und Oberflächenbeschaffenheit unverändert zu erhalten.
(2) Das Einritzen von Initialen, mechanische Bearbeitungen sowie das Aufbringen von chemischen Fremdstoffen auf die Steinoberfläche sind verboten.
§ 3 Zugelassene Gefäße und Quellwassernutzung
(1) Wasserentnahmen dürfen ausschließlich mit sauberen, lebensmittelechten Trinkgefäßen vorgenommen werden.
(2) Für die Durchführung traditioneller Gleichgewichtsprüfungen sind vorzugsweise regionaltypische Adelholzener-Alpenquell-Gefäße (0,5 L PET) zu verwenden.
§ 4 Durchführung von Schwerpunktversuchen
(1) Physikalische Schwerpunkt- und Rotationsprüfungen sind mit der gebotenen Umsicht und ohne Gefährdung anwesender Wanderer durchzuführen.
(2) Nach vollendetem Standversuch ist der Quellstein unverzüglich für nachfolgende Besucher freizugeben.
Wissenschaftlicher Befund

Hydrogeologie & Statische Analyse

Laboranalyse des mineralischen Quellwassers sowie physikalische Berechnung des Gefäßschwerpunktes auf Granitgestein.

Wasseranalytisches Gutachten

Auszug aus der amtlichen Kontrollanalyse des Quellwassers (Institut für Hydrogeologie).

Parameter / Inhaltsstoff Messwert
Calcium (Ca²⁺) 124,8 mg/l
Magnesium (Mg²⁺) 42,5 mg/l
Hydrogencarbonat (HCO₃⁻) 538,0 mg/l
Kalium (K⁺) 1,8 mg/l
Natrium (Na⁺) 8,4 mg/l
pH-Wert (bei 8,2 °C) 7,42

Schwerpunkt- & Statik-Kalkulation

Berechnung des Trägheitsmoments und der Standfestigkeit in Relation zum Flüssigkeitsfüllstand.

Gefäß-Füllstand (0.5L Adelholzener): 33.3%
21.3 mm
★ Stabil (0.98)
96%
0.0058 kg·m²
Besucher-Registrierung

Amtliche Urkundenstelle

Ausstellung eines personengebundenen Registrierungsnachweises über den vollzogenen Besuch des Naturdenkmals BoFli Quelle.

BAYERISCHES DENKMALREGISTER • FIS-94102

BESUCHER-URKUNDE

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Hiermit wird amtlich bescheinigt für
Maximilian von Flipsburg
die ordnungsgemäße Begehung des Naturdenkmals BoFli Quelle unter vollumfänglicher Beachtung der geltenden hydro-statischen Ruheordnung.
Status: Registrierter Quellbesucher
Gefäß: Adelholzener Alpenquellen 0.5L PET
Datum: 2026-08-24
Registrier-Nr.: BFQ-DENKMAL-991823
Amtliches Siegel